Olivenöl extra vergine

Olivenöl gehört wie Salz und Pfeffer in jede Küche. Dieses Oel wird aus den ganzen Oliven mit Kern gepresst und gilt im Rahmen der mediterranen Küche als besonders gesund. Der Grund dafür ist ein hoher Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren, die helfen einen normalen Cholesterinspiegel im Blut zu erhalten. Mit den ungesättigten Fettsäuren, wie Olivenöl und Omega-3-Fetten, werden unsere Zellhüllen geschmeidiger. Olivenöl hat wie der Weinbau eine viele tausend Jahre alte Tradition und verschiedene Anbauländer und -gebiete und Olivensorten. 

 

Achten Sie auf die Bezeichnung "natives Olivenöl extra" bzw. „extra vergine“

Dies ist die höchste Qualitätsstufe bei Olivenöl. Diese Bezeichnung darf nur verwendet werden, wenn sowohl der Geschmack als auch die chemische Analyse des Öls keine Mängel aufweisen. Fehlt das "extra" so ist das Öl nicht makellos, sondern hat qualitative und geschmackliche Fehler. Natives Olivenöl muss laut EU Verordnung immer kalt gepresst werden, sonst darf es in der EU gar nicht verkauft werden.

 

Etikettierung und Bezeichnungen

Die Herkunft und die enthaltenen Olivensorten sollten auf der Verpackung oder in der Beschreibung des Olivenöls angegeben sein, denn daraus kann man vieles erkennen. Genauso wie beim Wein gibt es sortenreine Oele oder solche, die aus verschiedenen Sorten stammen. Je nach nach Sorte und Herkunft ergeben sich unterschiedliche Aromen.


Ein Olivenbaum trägt pro Jahr max. 50-70 kg Kilogramm Oliven. Daraus lassen sich nur max. 10 Liter Olivenöl extra vergine gewinnen. Aber auch der Ertrag ist abhängig von der Olivensorte, dem Anbaugebiet, der Anzahl Sonnenstunden, der natürlichen Bewässerung und dem Klima sowie dem Wetterverlauf eines Jahres in der entsprechenden Region. 

 

Olivenöl sollte eine intensive grüne bis goldgelbe Farbe, einen frischen, charakteristischen Geruch und einen fruchtigen Geschmack nach Oliven, Gras, Artischocken, Pfeffer aufweisen. Je nach Olivensorte kann das Olivenöl entweder leicht und mild oder kräftig und würzig ausfallen. Wenn das Olivenöl in Ihrem Mund oder Kehle kratzt oder es bitter schmeckt, dann ist es ein gutes und frisches Olivenöl. (siehe Buchempfehlung)

 

Das Mythos, dass Olivenöl nicht erhitzt werden darf, konnte mittlerweile widerlegt werden. Denn ein gutes Olivenöl ist ein sehr stabiles Oel und verträgt auch Temperaturen beim Braten.

 

Je nach Herkunftsland, Olivensorte, Ertrag und Verarbeitung sowie Verpackung variieren die Kosten für die Herstellung stark. Wenn Sie kein Massenprodukt, sondern ein wirklich gutes Olivenöl kaufen möchten, müssen sie mit etwa 20 bis 40 CHF pro Liter rechnen. Manche Spitzenöle mit kleinen Produktionsmengen werden noch deutlich teurer verkauft. Auch hier dient der Wein als Vergleich: Sie finden bestimmt einen trinkbaren Tischwein oder ein passables Olivenöl für ein paar wenige Franken von Grossproduzentenl, aber eine wirklich gute Qualität finden Sie hauptsächlich im mittleren und oberen Preissegment.


Machen Sie mal eine Olivenöl-Degustation, dann lernen Sie die Unterschiede kennen und schätzen.

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